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An Ihren Taten sollt Ihr Sie erkennen!

Johannes 2, 1-6

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Es ist schwer, sich selbst zu beschreiben. Daher haben wir uns entschieden, an dieser Stelle den Jahresbericht 2013 in wesentlichen Punkten zu zitieren, damit Sie einen Eindruck von unserer Tätigkeit bekommen und sich auf diese Weise selbst ein Bild machen können, WER WIR SIND…

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Auszug aus dem Jahresbericht 2013

·         Eine Eritreerin wurde von ihrer Betreuerin an uns verwiesen, weil niemand sie aufnehmen wollte. Es war von Anfang an ein Risiko, doch solange Frau G. ihre Medikamente nahm, war alles gut. Nach und nach verweigerte sie diese und ihr Zustand verschlechterte sich. Frau G. in eine Psychiatrie einweisen zu lassen war nicht möglich, es musste erst etwas passieren. Also passierte es: In der Nacht zum 03.06. legte Frau G. Feuer in ihrem Zimmer, lief auf die Straße und sah der Polizei und der Feuerwehr bei ihrem Löscheinsatz unbeteiligt zu. Ihr Zimmer brannte total aus. Die Rußentwicklung im Flur, den Treppenhäusern und anderen Zimmern war enorm. Gott sei Dank ist keiner der Bewohner zu Schaden gekommen.

·         Ein junger Mann, der unter Verfolgungswahn litt, ist seit dem Brand verschwunden. Möge er einen Platz der Ruhe finden.

·         Mitte August wurde bei uns eingebrochen. Zwei dunkle Gestalten hebelten erst ein Fenster auf, konnten die Innentür jedoch nicht knacken. Sie verursachten dann massive Einbruchsspuren Haus- & Terassentüre – ohne Erfolg. Dann brachen sie ein Kellerfenster und eine Zimmertüre auf, schlichen zum zweiten Stock und beschädigten eine Brandschutztür. Dabei wurden sie von Bewohnern gestört, woraufhin sie die Flucht ergriffen.

·         Eine Familie sollte wegen Mietschulden geräumt werden. Dem Räumungstrupp, Gerichtsvollzieher, Sozialamt und Wohnungsgesellschaft übergaben wir Geld mit der Feststellung, dass nun die Räumung hinfällig sei und bestanden darauf, dass die Wohnbaugesellschaft den Schimmelpilz in Bad und Küche beseitigt. Wir haben mit der Familie die Wohnung renoviert und teilmöbliert. –Das Fernsehen berichtete darüber –

·         Frau K. und ihre beiden Kinder wohnten bei uns. Frau K. konnte eine Stelle bei uns übernehmen, wodurch sie schnell eine Wohnung bekam. Wir haben diese renoviert und beim Umzug geholfen.

·         Eine polnische Familie lebte bei uns bis sie ebenfalls über das Wohnungsamt in eine Dreizimmerwohnung umziehen konnte. Auch hier haben wir gemeinsam die Wohnung renoviert, Möbel gekauft und aufgebaut. Mittlerweile geht die Tochter zur Schule, die Eltern besuchen einen Deutschkurs und die Frau arbeitet auf 400 € Basis.

·         Die Caritas fragte an, ob eine Frau aus Sri Lanka bei uns kostenfrei wohnen kann. Sie beantragte mit Hilfe eines Rechtsanwaltes Bleiberecht in Deutschland, darf also dem Sozialstaat nicht zur Last fallen. Wir haben in Altenheimen um eine Stelle als Pflegerin angefragt. Nur Absagen! – Aber vielleicht später. Jetzt finanzieren wir für ein halbes Jahr eine Stelle. Frau R. hat eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten.

·         Wir, der ökumenische Arbeitskreis – Option für die Armen, haben Stadtpolitiker eingeladen. Thema: Unterbringung obdachloser Menschen in der Winterzeit. Bisher wurde die B-Ebene der Hauptwache bei Minusgraden geöffnet. Anfrage: Reicht das?

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Neuaufnahmen und Verabschiedungen

·         Wie bereits erwähnt haben zwei Familien Wohnraum erhalten.

·         Ein 93-Jähriger Herr siedelte in ein Altenheim um.

·         Drei Bewohner gingen, so hoffen wir, in eine glücklichere Ewigkeit über.

·         Herr R. starb während einer Herzoperation

·         Herr G. lag lange auf der Intensivstation mit Blutvergiftung

·         Herr Sch. Starb auf seinem Zimmer, weil er sich verschluckte und erstickte

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